Infos zur Uhrumstellung: Fragen zur Zeitumstellung 2020: Warum macht sie uns so zu schaffen? Wann wird sie abgeschafft?

Am 29. März 2020 beginnt die Sommerzeit. Die Uhren werden in der Nacht zum Sonntag von 2 auf 3 Uhr vorgestellt. Hier erfahren Sie unter anderem, warum die Zeitumstellung so vielen Menschen zu schaffen macht.

Zweimal im Jahr kommen die Fragen wieder auf: Wann wird die Zeit umgestellt? Bekommen wir eine Stunde geschenkt oder werden uns 60 Minuten des Schlafs in dieser Nacht geraubt? Vielen Menschen macht der Wechsel zu schaffen. 

Warum haben wir so mit der Zeitumstellung zu kämpfen?

Nach der Nacht der Zeitumstellung leidet jeder Vierte unter Schlafstörungen und ist tagsüber nicht richtig fit. Auch die Zahl der Verkehrsunfälle steigt. Woran das liegt? Der Beginn von Winter- oder Sommerzeit ist quasi wie ein kleiner Jetlag. 

Wer schon häufiger lange Flugreisen über mehrere Zeitzonen hinweg hinter sich gebracht hat, kennt das Problem. Nach dem Flug muss man seinem inneren Taktgeber ein paar Tage Zeit für die Umstellung geben. Bis dahin ist das Wachbleiben am Schreibtisch schwer, das Durchschlafen auch.  

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Die innere Uhr gerät bei der Zeitumstellung aus dem Takt

Der Hintergrund: 24 Stunden braucht die Erde, um sich einmal um sich selbst zu drehen. Diesem Rhythmus folgt die Natur und mit ihr der Mensch. Nahezu jede Zelle hat eine winzige innere Uhr – in Form von Genen und Proteinen, die das Auf und Ab ihres Stoffwechsels steuern. Die „Masterclock“, die all die kleinen Zeitmesser synchronisiert, liegt inmitten des Gehirns. Bei Langstreckenflügen oder eben der Zeitumstellung gerät diese innere Uhr aus dem Rhythmus. 

Wann wird die Zeitumstellung abgeschafft? 

Die EU-Kommission hatte 2018 vorgeschlagen, die halbjährliche Zeitumstellung abzuschaffen. Die EU-Staaten sollten entscheiden können, ob sie künftig dauerhaft Sommer- oder Winterzeit haben wollten. Die Brüsseler Behörde stützte sich dabei vor allem auf die Ergebnisse einer öffentlichen Befragung. 4,6 Millionen Menschen in der ganzen Europäischen Union beteiligten sich, 84 Prozent von ihnen sprachen sich für die Abschaffung der Zeitumstellung aus. Es war die mit Abstand erfolgreichste Befragung, die die Behörde bis dato durchgeführt hatte. Allerdings: Die 4,6 Millionen Teilnehmer stellen weniger als 1 Prozent der EU-Bevölkerung dar. Und allein 3 Millionen von ihnen kamen aus Deutschland. 

Das Europaparlament fordert ein Ende der Umstellung ab 2021. Bei den EU-Staaten stocken die Gespräche allerdings. Lesen Sie hier mehr zum Thema

Sehen und Verstehen: Mehr zur Zeitumstellung zeigt die stern-Infografik:

 

Merksätze zur Zeitumstellung

Zur Winterzeit werden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt, von 3 auf 2 Uhr in der Nacht zum Sonntag. Langschläfer bekommen also eine Stunde Schlaf „geschenkt“. Aber: Im Gegenzug wird es in den kommenden Monaten leider auch eine Stunde früher dunkel. Kleine Eselsbrücken können Ihnen bei künftigen Zeitumstellungen helfen, die Zeiger sofort in die richtige Richtung zu stellen. Eine Auswahl: 

  • Die Zeitumstellung ist wie die Temperaturen: Im Sommer im Plus und im Winter im Minus.

Sprich: Im Frühling wird vorgestellt (plus), im Herbst zurück (minus).

  • Im Frühjahr muss man früher aufstehen.

Erläuterung: Da die Uhr vorgestellt wird, kann man eine Stunde weniger schlafen.

  • Im Frühjahr kommen die Gartenmöbel vor die Tür, im Herbst zurück in den Schuppen
  • Immer in Richtung Sommer: Also im Frühling vor, im Herbst zurück.
  • Es gilt die 2-3-2-Regel: Erst im Frühjahr von 2 auf 3 Uhr, später im Herbst von 3 auf 2 Uhr umstellen.
  • Oder, wer es auf Englisch mag: Spring forward, fall back.

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