Sport kompakt: Medien: Wechsel von Sané zum FC Bayern soll perfekt sein

Sané-Wechsel zu Bayern offenbar perfekt ++++ Uwe Seeler tief enttäuscht  über HSV +++ Schalke erhält offenbar Bürgschaft von NRW-Landesregierung +++ Sport-News im Überblick.

Von „A“ wie American Football über „F“ wie Fußball bis „Z“ wie Zehnkampf: Die Welt des Sports ist vielfältig. Täglich finden irgendwo auf der Welt mal mehr, mal weniger bedeutende Wettkämpfe statt, die wegen der Dominanz weniger Sportarten kaum Beachtung finden oder auch ganz untergehen. Zu Unrecht, finden wir – und berichten an dieser Stelle auch und vor allem über hochklassigen Sport abseits des Fußballs. 

+++ Laut Medien ist der Wechsel von Leroy Sané zum FC Bayern perfekt +++

Der Wechsel von Fußball-Nationalspieler Leroy Sané zum FC Bayern München ist nach Medienberichten offenbar perfekt. Demnach unterschreibt der Außenstürmer einen Fünfjahresvertrag in München. Das berichten der „Guardian“ in England und die „Bild“-Zeitung, die sich auf das Umfeld von Ex-Bayern-Coach Pep Guardiola beruft. Die Ablösesumme für Sané, der noch bis 2021 bei Manchester City unter Vertrag stand, soll dabei unter 50 Millionen Euro liegen. Laut „Guardian“ gibt es einen Sockelbetrag von 45 Millionen Euro plus mögliche Zuschläge.

Der FC Bayern war am Abend zu einer Stellungnahme nicht zu erreichen. Nach dpa-Informationen wurde Sané-Berater Damir Smoljan aber am Dienstag in München gesehen. Er soll zu Gesprächen mit dem Club in der Stadt gewesen sein.

Sané hatte gerade erst sein Premier-League-Comeback für City gegeben. Der 24-Jährige hatte sich im August vergangenen Jahres einen Kreuzbandriss zugezogen. Die Verletzung erlitt er kurz vor dem Start der laufenden Premier-League-Saison im als Community Shield bekannten Supercup. Kurz darauf war Sané in Österreich operiert worden. City-Trainer Pep Guardiola hatte am vergangenen Freitag bestätigt, dass der deutsche Flügelspieler ein neues Vertragsangebot von City abgelehnt habe und den Verein verlassen wolle.

+++ HSV-Idol Seeler: „Truppe hat uns bis auf die Knochen blamiert“ +++

HSV-Legende Uwe Seeler hat tief enttäuscht auf den erneut verpassten Aufstieg des Hamburger SV in die Fußball-Bundesliga reagiert. „Die Truppe hat uns bis auf die Knochen blamiert. So eine Vorstellung ist unverständlich und nicht zu tolerieren“, sagte der 83-Jährige der „Bild“-Zeitung in Bezug auf die 1:5-Niederlage gegen den SV Sandhausen am letzten Spieltag der zweiten Liga. „Ich frage mich, wie wir da aus der S… wieder rauskommen wollen. Es wird doch jedes Jahr schwieriger, die Klasse nach oben zu verlassen.“

+++ Bericht: Schalke soll Bürgschaft von NRW-Landesregierung erhalten +++

Der FC Schalke 04 soll nach Informationen des „Handelsblatts“ öffentliche Hilfe erhalten. Wie die Zeitung am Montag berichtet, plant das Land Nordrhein-Westfalen eine Bürgschaft für den finanziell angeschlagenen Fußball-Bundesligisten in Höhe von 40 Millionen Euro. Demnach soll die Millionen-Hilfe am Mittwoch offiziell bekannt gemacht werden. Das Landesfinanzministerium wollte mit Verweis auf das Bürgschaftsgeheimnis dazu nicht Stellung nehmen. 

Der Bundesliga-Zwölfte hatte für das Geschäftsjahr 2019 Verbindlichkeiten in Höhe von 197 Millionen Euro vermeldet. Die durch die Coronakrise verursachten Einnahmenverluste bereiteten zusätzliche finanzielle Probleme. Zudem verpasste der Club nach zuletzt 16 Spielen ohne Sieg die Qualifikation für einen lukrativen europäischen Wettbewerb. Nicht zuletzt deshalb denkt der Club laut „Süddeutscher Zeitung“ darüber nach, eine Gehaltsobergrenze für Profis in Höhe von 2,5 Millionen Euro pro Jahr einzuführen. 

Bei Protesten am vergangenen Samstag auf dem Vereinsgelände Berger Feld hatten Fans den Rückzug von Aufsichtsratschef Clemens Tönnies gefordert. Er steht als Firmenchef und als Chef des Bundesligisten weiter massiv unter Druck. Im Stammwerk des Tönnies-Fleischkonzerns im Kreis Gütersloh hatten sich weit über 1000 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Deshalb gab es heftige Kritik an den Arbeitsbedingungen im Unternehmen. Viele Schalke-Fans fordern einen Rücktritt von Tönnies bei den Königsblauen.

+++ FC St. Pauli trennt sich von Trainer Luhukay +++

Entsprechende Berichte hatte es schon seit Wochen gegeben, nun ist es offiziell: Zweitligist FC St. Pauli sucht sich einen neuen Trainer. Wie der Fußball-Klub auf seiner Homepage bekannt gab, trennen sich Verein und Trainer zum Saisonende. „Darauf verständigten sich der FC St. Pauli und Luhukay im gegenseitigen Einvernehmen, nachdem sich alle Beteiligten unmittelbar nach dem letzten Saisonspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden am Sonntag zusammengesetzt und die aktuelle Saison aufgearbeitet haben“, schreibt der FC St. Pauli in der entsprechenden Meldung.

Der Verein hat das Ziel ausgegeben, sich unter den Top 25 der deutschen Fußball-Klubs zu etablieren – also mindestens Platz 7 in der 2. Bundesliga zu erreichen. In der Abschlusstabelle der Zweitliga-Saison 19/20 stehen die Hamburger auf Platz 14 und konnten erst am vorletzten Spieltag den Klassenerhalt sichern. Luhukay hatte wiederholt öffentlich Kritik an der vermeintlichen Wohlfühloase St.Pauli geübt, es andererseits aber nicht geschafft, der Mannschaft insbesondere auswärts die nötige Stabilität zu geben.

+++ Alba Berlin Deutscher Basketball-Meister 2020 +++

Alba Berlin ist zum neunten Mal deutscher Basketball-Meister. Der Hauptstadtclub gewann am Sonntag beim Finalturnier in München auch das zweite Endspiel gegen die MHP Riesen Ludwigsburg und holte sich erstmals seit 2008 wieder den Titel. Wegen der Corona-Pandemie wurde der Meister erstmals im Rahmen eines Turniers ermitteln und nicht wie üblich über Play-offs. Alba hatte schon die Gruppenphase ungeschlagen überstanden und bezwang später im Halbfinale die EWE Baskets Oldenburg zwei Mal.  Im großen Finale gaben sich die Hauptstädter ebenfalls keine Blöße. Nach dem 88:65 im „Hinspiel“ machten sie im Rückspiel mit 75:74 den Deckel drauf und die Meisterschaft klar.

+++ Halbmarathon-Star von Motorrad umgefahren +++

Zum zweiten Mal binnen vier Jahren ist der kenianische Halbmarathon-Weltrekordler und -Weltmeister Geoffrey Kamworor bei einem Trainingslauf in seiner Heimat angefahren und verletzt worden. Wie unter anderen kenianische Medien berichteten, wurde der 27-Jährige von einem angeblich zu schnell fahrenden Motorrad von hinten umgefahren. Dabei brach er sich das Schienbein und trug Blessuren am Kopf und an den Knien davon. Kamworor wurde am rechten Bein operiert, soll aber schon bald aus dem Krankenhaus entlassen werden. Bei einem Unfall im November 2016 hatte er sich die Schulter ausgekugelt.

+++ Arjen Robben plant überraschendes Comeback +++

Ein Jahr nach seinem Rücktritt vom Profifußball arbeitet der frühere Bayern-Star Arjen Robben an einem Comeback für seinen Ex-Club FC Groningen. Der 36 Jahre alte Niederländer trainiere, um zum Start der neuen Saison Teil des Teams zu sein, teilte der Erstligist am Samstag mit.

„Der Club kann derzeit alle Hilfe brauchen, um gut durch die Corona-Krise zu kommen“, sagte Robben auf der Internetseite des Clubs. In den vergangenen Wochen habe er viele Gespräche mit Clubmitgliedern geführt und Fans zugehört. „Arjen, höre auf Dein Herz!“, hätten die ihm gesagt. „Da begann es zu kribbeln und nun ist dies meine Mission. Ich arbeite an einem Comeback als Fußballer.“

+++ Wegen „aktueller Ereignisse“: Bielefeld beendet Tönnies-Partnerschaft +++

Bundesliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld wird die Partnerschaft mit dem Fleischkonzern Tönnies nach dem dortigen großen Corona-Ausbruch beenden. Das bestätigte der Fußball-Club auf Anfrage. „Der Werbevertrag mit dem Unternehmen Tönnies wird zum Ende dieser Spielzeit auslaufen“, hatte die Arminia zuvor der „Neuen Westfälischen“ erklärt: „Aufgrund der aktuellen Ereignisse wird der DSC Arminia Bielefeld die werbliche Partnerschaft mit dem Unternehmen Tönnies nicht fortsetzen.“

Tönnies ist seit Juli 2019 offiziell Partner des Zweitliga-Meisters. Über das genaue Engagement des Unternehmens ist nichts bekannt. Es gehört allerdings nicht zum „Bündnis Ostwestfalen“, dem Zusammenschluss von Unternehmen, das Arminia aus einer prekären finanziellen Lage geholfen hat. In einem Schlachtbetrieb der Firma Tönnies wurden in den vergangenen Tagen mehr als 1500 Menschen positiv auf das Virus getestet.

+++ Bremer Bürgermeister: DFL ist „seelenloser Machtapparat“ +++

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) hat vor dem Ende der Bundesliga-Saison mit Geisterspielen an diesem Samstag deutliche Kritik an der Deutschen Fußball-Liga (DFL) geäußert. „Ich glaube, dass viele Leute nun erkannt haben, welch Geistes Kind die DFL ist. Auch was die Gnadenlosigkeit angeht, mit der sie ihre Interessen durchsetzt“, sagte der 54-Jährige im Interview mit dem „Weser-Kurier am Freitag. Er habe schon vorher kein gutes Bild von der DFL gehabt, „und das hat sich durch die Krise auch nicht geändert.“

Die DFL sei bei den Bemühungen um einen Neustart der Bundesliga nicht demütig, sondern „knallhart“ aufgetreten. Die führenden DFL-Vertreter seien „mit den derzeit einflussreichen Vereinen in Deutschland verbandelt und bestimmen, wo es lang geht. Und natürlich hat die DFL erhebliche politische Macht, und die setzt sie auch ein. Nicht unbedingt auf offener Bühne. Aber man sieht es dann am Ergebnis“, sagte Bovenschulte.

Bremen steht vor dem ersten Abstieg seit 40 Jahren. „Ganz ehrlich: Die DFL ist ein seelenloser Machtapparat. Ob Werder in der ersten Liga dabei ist oder nicht, das interessiert die nicht. Da reicht’s nicht mal zur Schadenfreude“, meinte der SPD-Politiker.

+++ FC Liverpool mit Jürgen Klopp ist englischer Meister – vom Sofa aus +++

Trainer Jürgen Klopp ist mit dem FC Liverpool zum ersten Mal englischer Fußballmeister. Das Team von der Anfield Road sicherte sich den Titel am Donnerstagabend bereits am 31. von insgesamt 38 Spieltagen in der Premier League. Weil der FC Liverpool bereits am Mittwochabend mit 4:0 gegen Crystal Palace gewann, konnte das Team vom heimischen Sofa aus die Partie von Vorjahresmeister und Verfolger Manchester City beim FC Chelsea beobachten. Chelsea gewann mit 2:1. Der FC Liverpool hat damit in der Tabelle 23 Punkte Vorsprung und ist uneinholbar vorn. Es ist der 19. englische Meistertitel für den Klub und der erste Gewinn der seit 1992 bestehenden Premier League.

+++ Zorc bestätigt: Favre bleibt Trainer beim BVB +++

Lucien Favre bleibt auch in der neuen Saison Trainer des Fußball-Vizemeisters Borussia Dortmund. Das bestätigte Sportdirektor Michael Zorc am Donnerstag auf einer Pressekonferenz. Der Schweizer besitzt bei den Schwarz-Gelben noch einen Vertrag bis 2021. Zuletzt war er aber erneut in die Kritik geraten, nachdem er auch in seinem zweiten Jahr in Dortmund den Bayern den Meistertitel überlassen musste. Für den 62-Jährigen spricht jedoch, dass die Mannschaft unter seiner Regie im Durchschnitt 2,16 Punkte ergatterte. So viele wie kein andere BVB-Trainer zuvor. 

+++ Ironman-EM in Frankfurt final abgesagt +++

Die Ironman-Europameisterschaft in Frankfurt 2020 ist endgültig abgesagt worden. Ursprünglich sollte der Triathlon über 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und einen Marathon an diesem Sonntag in der Finanzmetropole am Main stattfinden. Wegen der Corona-Pandemie war die Veranstaltung aber schon früh verlegt worden. Die Organisatoren hatten bis zuletzt gehofft, noch einen Termin für dieses Jahr zu finden. „Nachdem wir in Absprache mit der Stadt Frankfurt alle Eventszenarien durchgegangen sind, müssen wir heute leider mitteilen, dass die Mainova IRONMAN European Championship Frankfurt dieses Jahr nicht stattfinden kann und neu für den 27. Juni 2021 angesetzt wurde“, hieß es nun am Mittwoch in einer Mitteilung des Veranstalters.

+++ Pay-TV-Sender Sky zeigt ab 2021 Formel-1-Rennen exklusiv +++

Der Großteil der Formel-1-Rennen wird nach dem Ausstieg von RTL ab der kommenden Saison nur gegen zusätzliche Bezahlung zu sehen sein. Der Pay-TV-Sender Sky hat sich nach eigenen Angaben die Medienrechte für die Motorsport-Königsklasse gesichert und muss nur vier Rennen im Free-TV zeigen.

+++ Bruder von Köln-Profi Jonas Hector ist tot +++

Der Bruder von Nationalspieler Jonas Hector ist im Alter von 31 Jahren verstorben. Das berichtet die „Bild“-Zeitung. Demnach sei Lucas Hector leblos in seiner Wohnung aufgefunden worden. Der 1. FC Köln, bei dem Jonas Hector spielt, bestätigte den Tod. Zu der genauen Todesursache ist noch nichts bekannt. 

+++ Sat.1 kauft Live-Rechte für Bundesliga-Spiele +++

Sat.1 hat bei der Auktion der Fußball-Bundesliga überraschend ein Live-Rechtepaket erworben. Der TV-Sender darf nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von 2021 an pro Saison neun Spiele im Free-TV zeigen. Zu den Begegnungen gehören der Supercup sowie Erstliga-Partien am 1., 17. und 18. Spieltag, die bis Ende der kommenden Saison beim ZDF laufen. Dazu kommen vier Relegationsspiele und das Auftaktspiel der 2. Bundesliga.

Offiziell verkündet werden die Ergebnisse der Medienrechte-Auktion von der Deutschen Fußball Liga (DFL) an diesem Montag nach der Mitgliederversammlung (13.30 Uhr) der 36 Profivereine. Dort erfahren die Clubs, was die Medienunternehmen in den vier Spielzeiten von 2021/2022 an ausgeben, um bewegte Bilder zu zeigen.

Die bisher letzte Auktion erbrachte 4,64 Milliarden Euro für vier Spielzeiten. Eine erneute Steigerung von mehr als 80 Prozent, so wie bei der Ausschreibung vor vier Jahren, gilt als äußerst unwahrscheinlich. Bei der Auktion konnten sich die etablierten Pay-TV-Anbieter wieder Rechte sichern. 200 Live-Spiele laufen nach dpa-Informationen von 2021 an bei Sky, 106 Partien bei DAZN. Auch die Traditionssendungen „Sportschau“ und „Aktuelles Sportstudio“ zeigen demnach bis 2025 Zusammenfassungen. ARD und ZDF haben sich entsprechende Rechtepakete gesichert. 

+++ HSV verspielt Führung und hat Aufstieg nicht mehr in eigener Hand +++

Der Hamburger SV hat im wichtigen Duell mit dem direkten Konkurrenten Heidenheim trotz Führung mit 1:2 verloren. Der Siegtreffer gelang der Heimmanschaft in der 95. Minute. Damit ist der HSV auf Rang vier und hat den Aufstieg vor dem letzten Spieltag nicht mehr in der eigenen Hand. Dadurch ist der Stuttgart nach einem 6:0-Sieg über Nürnberg so gut wie sicher aufgestiegen. Drei Punkte und elf Tore trennen den VfB von Heidenheim auf Rang drei. Ähnlich sicher sind derweil Dynamo Dresden und SV Wehen Wiesbaden abgesiegen. Beide müssten drei Punkte auf Karlsruhe zehn, respektive 14 Tore aufholen am letzten Spieltag. Der KSC rettete sich selbst dank eines 3:3-Unentschiedens nach 0:3-Rückstand beim Erst-Liga-Aufsteiger Bielefeld auf den Relegationsrang.

+++ Vorletzter Bundesliga-Spieltag: Werder Bremen mit einem Bein in Liga zwei +++

Der SV Werder Bremen steht nach einer 1:3-Niederlage gegen den direkten Konkurrenten Mainz 05 am Rande des Abstieges in Liga zwei. Weil Düsseldorf parallel 1:1 gegen Augsburg spielte, liegt Bremen mit zwei Zählern Rückstand auf Rang 17. Die Grün-Weißen müssen am letzten Spieltag bei einem eigenen Sieg auf eine Niederlage Düsseldorfs hoffen, oder ihr eigenes Spiel mit mindestens vier Toren Vorsprung gewinnen, während Düsseldorf maximal Remis spielt. Mit Mainz, Köln und Augsburg stehen derweil alle direkten Nichtabsteiger fest. Düsseldorf kann aus eigener Kraft immerhin den Relegationsplatz sichern. Bremen spielt kommende Woche zuhause gegen Köln, Düsseldorf bei Union Berlin. Am oberen Ende der Tabelle tütete der BVB die Vizemeisterschaft mit einem 2:0 gegen Leipzig ein. Die Ostdeutschen haben dank ihres hervorragenden Torverhältnisses die Champions-League-Qualifikation dennoch so gut wie sicher. Gladbach hat mit 62 Punkten die besten Chancen auf den vierten Platz, Leverkusen mit 60 Zählern aber auch noch eine Chance.

+++ Aus bei Fenerbahce: Kruse soll seit Februar kein Geld bekommen haben +++

Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Max Kruse hat seine vorzeitige Vertragskündigung bei Fenerbahce Istanbul mit ausstehenden Gehaltszahlungen begründet. Er habe den Kontrakt am 18. Juni mit sofortiger Wirkung gekündigt, denn „ich sah mich bedauerlicherweise zu diesem Schritt gezwungen, weil der Club mir seit Februar 2020 nahezu mein vollständiges Gehalt nicht bezahlt hatte“, schrieb der frühere Bundesliga-Profi am auf Instagram.

Die seit Februar 2020 bestehenden Rückstände seien zu einem erheblichen Teil bis heute nicht ausgeglichen. „Ich habe in meiner Karriere niemals Verträge gebrochen und würde keine Kündigung aussprechen, wenn Fenerbahce sich an die vertraglich geregelten Abmachungen gehalten hätte. Ich bitte um Verständnis, dass ich mich zu weiteren Einzelheiten in der Öffentlichkeit nicht äußern werde“, teilte der 32-Jährige mit.

Am Donnerstag hatte der türkische Erstligist mitgeteilt, dass Kruse seinen Kontrakt einseitig gekündigt habe. Kruse habe Gesprächsanfragen vonseiten der türkischen Fußballföderation (TFF) zu Gehaltszahlungen in der Corona-Krise unbeantwortet gelassen, hieß es. „In diesem Zusammenhang ist seine einseitige Kündigung aus unserer Sicht ungerechtfertigt und gegenstandslos“, hieß es weiter. Der Fall werde vor das Sportgericht getragen, der Club werde alles tun, um seine Interessen zu wahren. Der Verein habe Kruse gegenüber keine Schulden, die sich auf die Zeit vor der Pandemie beziehen.

Die türkische Süperlig hatte ihren Spielbetrieb am 12. Juni nach fast dreimonatiger Pause wegen der Corona-Krise wieder aufgenommen.

+++ Roman Bürki verlängert beim BVB bis 2023 +++

Borussia Dortmund hat eine wichtige Personalie geregelt: Keeper Roman Bürki und der Verein einigten sich auf eine vorzeitige Vertragsverlängerung, wie jetzt offiziell bestätigt wurde. Der Schweizer Torhüter unterschrieb ein neues Arbeitspapier bis zum 30. Juni 2023. „Wir freuen uns, dass in Roman Bürki einer der konstantesten Torhüter der Bundesliga weiterhin bei uns zwischen den Pfosten steht“, sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc: „Damit ist eine wichtige Position langfristig und exzellent besetzt. Es spricht für Roman, dass er in dieser Saison schon zwölf Zu-Null-Spiele absolviert hat.“

+++ Zanardi kämpft nach Unfall um sein Leben +++

Der frühere Formel-1-Pilot Alessandro Zanardi ist bei einem Verkehrsunfall schwer verunglückt. Wie italienische Medien berichten, verlor der 53-Jährige auf einer abschüssigen Straße die Kontrolle über sein Handbike, stürzte und prallte seitlich auf einen entgegenkommenden Lkw. Zanardi, der vor 19 Jahren bei einem Rennunfall auf dem Lausitzring verunfallt und dabei beide Beine verloren hatte, startete demnach bei einem Staffelrennen mit rund 50 paralympischen Sportlern, das laut „Corriere della Sera“ ohne behördliche Anmeldung und deshalb auf nicht-gesperrten öffentlichen Straßen stattfindet. Zanardi erlitt nach Auskunft des behandelnden Arztes bei dem Aufprall ein schweres Kopf- und Gesichtstrauma. Der nicht nur in Italien als Symbolfigur des paralympischen Sports verehrte Sportler wurde nach einer dreistündigen Operation in ein künstliches Koma versetzt. Selbst Italiens Ministerpräsident Guiseppe Conte schickte via Twitter Genesungsgrüße ins Krankenhaus. „Du hast nie aufgegeben und mit deiner außergewöhnlichen Stärke Tausende Schwierigkeiten überwunden. Gib nicht auf. Ganz Italien kämpft mit dir“, schrieb Conte. Sein Tweet wurde bislang fast 25.000 Mal gelikt.

+++ Spielergewerkschaft begrüßt Bündnis und hofft auf Zusammenarbeit +++

Die Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VDV) bewertet den neuen Zusammenschluss von Profis aus den drei Ligen und der Frauen-Bundesliga positiv und hofft auf eine Zusammenarbeit. „Unser Ziel ist es, die Spielerrechte weiter zu stärken und den aktiven Spielern die Möglichkeit zu geben, sich selbst stärker mit ihren Meinungen einzubringen. Vor diesem Hintergrund ist es grundsätzlich sehr zu begrüßen, dass aktive Spieler nun verstärkt bereit sind, sich einzubringen“, sagte VDV-Vizepräsident Carsten Ramelow am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Die führenden Köpfe des Bündnisses seien „größtenteils gestandene VDV-Mitglieder und im Austausch mit uns“, betonte der Vize-Weltmeister von 2002: „Wichtig ist aber jetzt, dass wir den Schwung mitnehmen und sich möglichst alle Spieler in der VDV vereinigen. Denn die Erfahrungen aus dem Ausland zeigen ganz klar, dass ein solcher Prozess nur erfolgreich sein kann, wenn er in geordneten Bahnen durch die Spielergewerkschaft durchgeführt wird. Die Zeit ist jetzt reif für Verbesserungen. Diese Chance sollten wir gemeinsam nutzen.“ 

Nach Informationen des „Kicker“ gehören zur neuen Interessenvertretung unter anderem Weltmeister Mats Hummels von Borussia Dortmund, Sven Bender von Bayer Leverkusen und Alexandra Popp vom VfL Wolfsburg. Sie wollen dafür sorgen, dass Spieler bei zukünftigen Entscheidungen von den Clubs und der Deutschen Fußball Liga DFL einbezogen werden. Auslöser für die Gründung jetzt war offensichtlich auch der Umgang mit den Spielern in der Corona-Krise.

+++ Timo Werner wechselt von RB Leipzig zum FC Chelsea +++

Der Transfer von Fußball-Nationalspieler Timo Werner (24) von RB Leipzig zum englischen Spitzenclub FC Chelsea ist perfekt. Das bestätigten sowohl Leipzig als auch die Londoner am Donnerstag.

+++ Finale der Europa League in Köln – Champions League in Lissabon +++

Die ausstehenden Spiele der Fußball-Europa-League finden ab dem Viertelfinale in Düsseldorf, Gelsenkirchen, Duisburg und dem Endspielort Köln statt. Die entscheidende Phase der Champions League steigt nach der Corona-Pause in Lissabon, wie das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union Uefa am Mittwoch entschied.

Ebenfalls entschieden wurde über die wegen der Coronakrise verschobene Austragung der EM im kommenden Jahr. München bleibt Gastgeber und richtet wie geplant vier Spiele aus. Die Uefa bestätigte alle vorgesehenen zwölf EM-Standorte in zwölf Ländern sowie die neuen Turnierdaten vom 11. Juni bis 11. Juli 2021.2021

+++ Arminia Bielefeld steigt in die Fußball-Bundesliga auf +++

Arminia Bielefeld steht vorzeitig als erster Aufsteiger in die Fußball-Bundesliga fest. Nach dem 1:1 des Hamburger SV gegen den VfL Osnabrück am Dienstagabend können die Ostwestfalen nicht mehr von einem Aufstiegsplatz verdrängt werden.

+++ US Open der Tennisprofis in New York sollen stattfinden +++

Die US Open der Tennisprofis in New York sollen trotz der Coronavirus-Pandemie stattfinden. Das Grand-Slam-Turnier werde vom 31. August bis zum 13. September unter strengen Hygiene- und Sicherheitsauflagen und ohne Zuschauer durchgeführt, teilte der New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo am Dienstag mit.

+++ Französische Nachwuchs-Kletterin stirbt bei Bergunfall +++

Nach Angaben des Weltverbandes IFSC ist die französische Sportkletterin Luce Douady bei einem Bergunfall tödlich verunglückt. Die erst 16 Jahre alte Sportlerin war ein großes Talent und galt als Hoffnungsträgerin für die Olympischen Spiele 2024 in Paris. Doady kam am Sonntag beim Zustieg zu einer Kletterroute in der Nähe von Grenoble an einer exponierten Stelle zu Fall und stürzte ab. Die Teenagerin wurde 2019 Junioren-Weltmeisterin in der Disziplin Bouldern und Dritte bei der Europameisterschaft der Elite-Athletinnen in der Disziplin Lead.

+++ Bielefeld hat so gut wie sicher den Aufstieg in die Bundesliga geschafft +++

Arminia Bielefeld ist der achte Aufstieg in die Fußball-Bundesliga nur noch rechnerisch zu nehmen. Nach dem 4:0 (1:0) am Montag im Nachholspiel gegen Dynamo Dresden haben die Ostwestfalen drei Spieltage vor dem Saisonende neun Punkte Vorsprung auf den Tabellendritten VfB Stuttgart, hinzu kommt eine um 18 Treffer bessere Tordifferenz. Der Franzose Jonathan Clauss (10.), Andreas Voglsammer bei seinem Startelf-Debüt nach fast fünf Monaten (62.), Torjäger Fabian Klos mit seinem 19. Saisontreffer (65.) sowie Cebio Soukou (87.) schossen die Tore.   

Die Erstliga-Rückkehr der Arminia nach elf Jahren, durch die sie gemeinsam mit dem 1. FC Nürnberg Rekord-Aufsteiger wäre, könnte schon am Dienstag oder Mittwoch perfekt sein, falls der Hamburger SV gegen Osnabrück oder Stuttgart gegen Sandhausen nicht gewinnen. „Rein rechnerisch brauchen wir noch ein Pünktchen“, sagte Klos: „Wir werden uns sicher die Spiele der Konkurrenten anschauen. Wenn wir noch einen Punkt brauchen, holen wir uns den.“

Für Dresden, das wegen der zweiwöchigen Mannschafts-Quarantäne die denkbar schwerste Vorbereitung auf den Wiederbeginn hatte, begann die Woche der Wahrheit mit drei Auswärts-Spielen in sieben Tagen frustrierend. Bei fünf Punkten Rückstand auf Rang 16 und auch Platz 15 schwinden die Hoffnungen der Sachsen auf den Klassenerhalt weiter. „Wir haben diese Saison schon viel schlucken müssen“, sagte Trainer Markus Kauczinski: „Im Moment fällt es schwer, in die Hände zu klatschen, aber wir werden wieder aufstehen.“

+++ RB Leipzig legt vor: Champions League fest im Blick +++

RB Leipzig hat Platz drei in der Fußball-Bundesliga gefestigt und kommt der erneuten Qualifikation für die Champions League immer näher. Zum Auftakt des 31. Spieltages gewann Leipzig 2:0 (2:0) bei der TSG Hoffenheim. Für RB-Trainer Julian Nagelsmann war es damit eine erfolgreiche Rückkehr an seine einstige Wirkungsstätte. Dani Olmo erzielte mit einem Doppelschlag in der neunten und elften Minute schon früh die beiden Tore, nachdem Hoffenheim kurz zuvor ein vermeintlicher Foulelfmeter wegen eines vorherigen Handspiels wieder aberkannt wurde. Im ersten Spiel nach der Trennung vom bisherigen Trainer Alfred Schreuder verpasste der Tabellensiebte den Sprung auf einen direkten Europa-League-Rang.

+++ HSV mit spätem Big Point, Bielefeld nur 0:0 +++

Der Hamburger SV hat im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga einen wichtigen Erfolg eingefahren. Die Mannschaft von Dieter Hecking kam am Freitagabend beim Schlusslicht Dynamo Dresden zu einem spät herausgeschossenen 1:0 (0:0)-Sieg und kletterte mit nun 53 Zählern auf Rang zwei. Nach dem enttäuschenden 3:3 zuletzt gegen Kiel erlöste Joel Pohjanpalo mit seinem Treffer in der 84. Minute die Hanseaten. Dresden hingegen bleibt am Ende der Tabelle. Tabellenführer Arminia Bielefeld blieb der späte Siegtreffer dagegen verwehrt. In der Minute der Nachspielzeit hatte Andreas Vogelsammer beim SV Sandhausen ein Tor erzielt – allerdings aus Abseitsposition, wie die Video-Überprüfung zeigte. Dennoch haben die Ostwestfalen weiterhin ein Punktepolster vor dem HSV und Stuttgart inklusive eines Nachholspiels gegen den Tabellenletzten Dresden.

+++ SC Freiburg verlängert mit Trainer Streich +++

Trainer Christian Streich hat seinen Vertrag beim SC Freiburg verlängert. Über die Laufzeit des neuen Kontrakts machten die Badener am Freitag wie gewohnt zunächst keine Angaben. Streich trainiert die Badener seit Dezember 2011 und ist mit Abstand der dienstälteste Coach der Fußball-Bundesliga. Zuletzt hatte Streich, der am Donnerstag 55 Jahre alt geworden ist, im Februar 2019 bei den Freiburgern verlängert. Derzeit steht der Sport-Club auf Tabellenplatz acht und spielt am Samstag (15.30 Uhr/Sky) beim VfL Wolfsburg auch um die Chance, sich für die Europa League zu qualifizieren.

  Schon jetzt dienstältester Trainer der Bundesliga: Christian Streich vom SC Freiburg
Schon jetzt dienstältester Trainer der Bundesliga: Christian Streich vom SC Freiburg
© Jan Woitas

+++ Bottas hat keine Angst vor Sebastian Vettel +++

Mercedes-Pilot Valtteri Bottas hat keine Angst davor, von Sebastian Vettel aus seinem Formel-1-Cockpit gedrängt zu werden. „Wir waren die ganze Zeit sehr ehrlich miteinander über die Vertragssituation, und ich habe die klare Auskunft erhalten, dass sie sich nicht mit Seb beschäftigen“, sagte der 30-jährige Finne dem britischen Sender Sky Sports. Vettel verlässt Ferrari zum Saisonende mit bisher unbekanntem Ziel. Gerüchte um einen Wechsel zu den Silberpfeilen hatte Teamchef Toto Wolff zuletzt angeheizt.“Vom Talent und der Persönlichkeit her ist er jemand, zu dem ich keinesfalls sofort nein sagen würde“, hatte der Österreicher gesagt. Der 32-Jährige sei zumindest ein „Außenseiterkandidat“ auf ein Cockpit beim dominierenden Team der letzten Jahren. Spannend: Sowohl der Vertrag von Weltmeister Lewis Hamilton als auch der von Bottas laufen zum Jahresende aus. 

+++ FC Bayern zieht gegen starke Frankfurter ins Pokalfinale ein +++

Rekordmeister Bayern München und Bayer Leverkusen bestreiten das Finale im DFB-Pokal am 4. Juli im Berliner Olympiastadion. Die Mannschaft von Coach Hansi Flick setzte sich im Halbfinale gegen eine in der zweiten Hälfte gleichwertige Frankfurter Eintracht überraschend knapp mit 2:1 (1:0) durch. Die Tore für die Bayern erzielten Ivan Perisic (14.) und Robert Lewandowski (74.), für Frankfurt traf Danny da Costa (69.) zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Zwar dominierte das Bayern-Team die erste Halbzeit nach Belieben, doch mit der Halbzeitpause kam ein Bruch in das Spiel des Favoriten, so dass die Gäste verdient zum Ausgleich kamen und die Partie spannend machten. Doch nur fünf Minuten später schlugen die Bayern zurück. Schon am Dienstag hatte Champions-League-Anwärter Bayer Leverkusen mit einem 3:0 (2:0)-Sieg beim Viertligisten 1.FC Saarbrücken das Endspiel erreicht.

+++ Hoffenheim trennt sich überraschend von Trainer Schreuder +++

Die TSG 1899 Hoffenheim hat sich überraschend von Cheftrainer Alfred Schreuder getrennt. Der bis zum 30. Juni 2022 laufende Vertrag mit dem 47 Jahre alten Niederländer werde aufgelöst. Darauf habe man sich mit Schreuder geeinigt, teilte der Fußball-Bundesligist am Dienstag mit. Die Kraichgauer schrieben von „Differenzen“ bei der Zukunftsplanung. „In wichtigen Detailfragen waren wir unterschiedlicher Auffassung, so dass eine Zusammenarbeit über das Saisonende hinaus keinen Sinn mehr macht“, erklärte Sportchef Alexander Rosen.

Für die restliche Saison sollen sich das aktuelle Trainerteam um Matthias Kaltenbach, Michael Rechner und Timo Gross sowie Marcel Rapp und Kai Herdling aus der clubeigenen Akademie um die Mannschaft kümmern. Schreuder hatte im vergangenen Sommer die Nachfolge von Startrainer Julian Nagelsmann angetreten, der zu RB Leipzig gewechselt war. Nach einer Saison mit vielen Heimniederlagen führte er die TSG zuletzt zurück auf Kurs Europa League. Vier Spieltage vor Saisonende liegen die Kraichgauer auf dem siebten Tabellenplatz.

+++ Seehofer denkt über Ende der Geisterspiele nach +++

Die Debatte um ein Ende der Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga nimmt Fahrt auf. Nach Ansicht von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) könnte es in der kommenden Spielzeit auch wieder Partien mit Zuschauern in den Stadien geben. Die Proficlubs und die Fans werden diese Botschaft aus dem höchsten Kreis der deutschen Politik gerne hören. Beim Branchenführer Bayern München etwa gibt es schon erste Gedankenspiele, wie wenigstens wieder ein Bruchteil der Zuschauerplätze besetzt werden könnte.

Diese Stoßrichtung verfolgte in einem Interview für die Zeitungen der Funke Mediengruppe auch der in Deutschland für den Sport zuständige Innenminister Seehofer. „Ich habe schon die Zuversicht im Herzen, dass wir in der neuen Saison nach und nach wieder Publikum zulassen können. Nicht sofort, nicht wie vor dem Corona-Ausbruch, aber mit reduzierten Zuschauerzahlen und so, dass die Abstände zwischen den Stadionbesuchern eingehalten werden. Wir werden hier – wie in anderen Bereichen auch – kluge Lösungen finden, bei denen wir Lebensfreude und Infektionsschutz miteinander vereinen“, sagte der 70-Jährige. 

+++ Julian Weigl nach Anschlag auf Teambus im Krankenhaus +++

Nationalspieler und Ex-BVB-Profi Julian Weigl ist am Donnerstagabend bei einem Anschlag auf den Teambus seines jetzigen Vereins Benfica Lissabon verletzt worden. Unbekannte hatten den Bus nach einem Spiel gegen Tondela mit Steinen beworfen. Wie Benfica mitteilte, wurden Weigl und sein Mannschaftskollege Andrija Zivkovic von Splittern getroffen und ins Krankenhaus gebracht. Die Verletzungen sind aber offenbar nicht schwerwiegend, wie „ntv.de“ berichtet. 

Bei Julian Weigl dürfte das Erlebnis Erinnerungen an den Bombenanschlag auf den BVB-Bus im Jahr 2017 wecken. Seinerzeit war er Teil der Dortmunder Mannschaft, die Opfer des Attentats wurde. Er wechselte in der vergangenen Winterpause nach Portugal. Der BVB wünschte seinem ehemaligen Spieler bei Twitter gute Besserung.

Quelle:ntv.de

+++ BVB-Profis mit Zeichen gegen Rassismus: Kniend in Herzform +++

Die Bundesliga-Profis von Borussia Dortmund haben gemeinsam ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt und ihre Solidarität mit dem Afroamerikaner George Floyd bekundet, der infolge eines brutalen Polizeieinsatzes in den USA starb. Am Mittwoch knieten 28 BVB-Spieler in Herzform auf dem Trainingsplatz nieder, als Zeichen gegen Rassismus. Dazu schrieb Abwehrchef Mats Hummels bei Twitter: „Wir, die Spieler von Borussia Dortmund, unterstützen die Black Lives Matter-Bewegung voll und ganz. Wir akzeptieren keinerlei Rassismus. Für eine aufgeschlossene und tolerante Welt, für eine bessere Welt!“.

Den Kniefall hatte 2016 Quarterback Colin Kaepernick von den San Francisco 49ers erstmals vor einem Football-Spiel gemacht, um ein Zeichen gegen Polizeigewalt und Rassismus zu setzen. Bereits am Mittwochabend vor dem Drittligaspiel zwischen dem FC Bayern München II und SC Preußen Münster knieten auch dort die Spieler vor dem Anpfiff gemeinsam am Mittelkreis nieder.

+++ Boateng schocken Bilder aus USA: „Kein Kind wird als Rassist geboren“ +++

 Ex-Nationalspieler Jérôme Boateng schockieren die Bilder aus den USA nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd infolge eines brutalen Polizeieinsatzes. „Was man jetzt alles auf Social Media zu sehen bekommt, ist schon brutal“, sagte der 31 Jahre alte Fußballprofi des FC Bayern München, der sich häufig in den USA aufhält, im Interview der Deutschen Welle. Leider nähmen jetzt aber auch die Proteste „schwierige Formen“ an, meinte Boateng. 

Der Fall „George Floyd“ führe vor Augen, „wie weit verbreitet Rassismus gegen Schwarze in Amerika immer noch ist“ und welche Rolle „Racial Profiling“, also rassistisch motivierte Polizeikontrollen, dort spielten. „Ich finde das extrem traurig, auch weil ich selbst oft in Amerika bin und das Land und die Kultur sehr mag. Aber es ist nichts Neues, sondern eine Sache, die immer präsent ist. Rassismus gibt es überall, aber in den USA ist es schon extrem“, sagte Boateng.

Eine Verbesserung der Situation muss aus Sicht von Boateng bei der Erziehung der Kinder ansetzen. „Kein Kind auf dieser Welt wird als Rassist geboren. Es liegt immer an den Eltern und an dem, was sie ihren Kindern mitgeben. Das Schlimmste, was passieren kann, wäre, dass meine Kinder jemals derartige Erfahrungen machen müssen. Es ist wichtig, dass wir ihnen mitgeben, dass Rassismus nicht geht. Und wenn sie mitbekommen, dass jemand beschimpft wird, denjenigen verteidigen und sich wehren. Das muss in den Schulen beginnen und fester Bestandteil des Unterrichts sein. Nur so kommen wir weiter“, sagte Boateng, der in Berlin geboren und dort bei seiner deutschen Mutter aufgewachsen ist. Sein Vater stammt aus Ghana.

+++ Profi-Topligen können mit Millionen-Nothilfe des Bundes rechnen +++

Berlin (dpa) – Die Profi-Topligen im Basketball, Handball, Eishockey und Volleyball können mit einer Nothilfe vom Bund rechnen. In dem milliardenschweren Konjunkturpaket werden die „Profisportvereine der unteren Ligen“ als eine Branche erwähnt, die als Folge der Corona-Krise Überbrückungshilfe bekommen können. „Wir sind sehr dankbar, dass im Koalitionsausschuss klar die Absicht festgehalten wurde, semi- und professionellen Mannschaftssportarten zu helfen und dass wir Teil des Konjunkturpaketes sind“, sagte der CDU-Politiker Frank Steffel, Initiator einer Härtefallregelung für die Topligen.

+++ Kiels Handballer feiern zurückhaltend die Rückkehr der Meisterschale +++

Ohne Fans, ohne Sektfontänen, dafür mit Abstand und Schutzmasken. Vor leeren Rängen haben die Handballer des THW Kiel erstmals nach fünf Jahren wieder die Meisterschale in die Luft gereckt. Wegen der Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie mutete die feierliche Ehrung des neuen Handballmeisters am Donnerstag etwas bizarr an. „Das war einfach surreal, sich so dafür feiern zu lassen vor einer fast leeren Halle“, sagte Nationalspieler Hendrik Pekeler.

Außer der Mannschaft, Betreuern, Vereinsvertretern und Offiziellen waren nur Pressevertreter in der Halle, in die zu den Heimspielen des THW regelmäßig mehr als 10 000 Fans kommen. Die Spieler nahmen auf einem Podest auf Hockern Platz – mit Mund-Nase-Schutz im „Zebra-Look“, weißen Handschuhen und Abstand. Der norwegische Rückraumspieler Harald Reinkind war aus Studiengründen nicht dabei. Dafür leuchtete sein Bild von einer LED-Wand.

+++ Sportdirektor Zorc kritisiert BVB-Profis nach Friseur-Fotos +++

Die Fotos von einem privaten Friseurtermin einiger Fußballprofis von Borussia Dortmund ohne Schutzmasken sorgen im Club für Verstimmung. „Wir haben noch einmal mit den Spielern ganz deutlich darüber gesprochen und ihnen ganz klar erklärt, wie sie sich zu verhalten haben. Mit dem Friseur haben wir auch gesprochen. Warum man davon auch noch Fotos machen muss, verstehe ich überhaupt nicht“, sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc am Donnerstag vor dem Bundesligaspiel gegen Hertha BSC (Samstag, 18.30 Uhr/Sky).

Mehrere BVB-Profis hatten sich zu Hause die Haare schneiden lassen. Öffentlich wurde das erst, als sie anschließend in den sozialen Medien Fotos posteten, die den Friseur und einzelne Spieler zeigten – ohne Schutzmasken. Zuerst hatte die „Bild“-Zeitung darüber berichtet. Einer der Profis war Jadon Sancho, wie der Verein bestätigte. „Wir dürfen nicht vergessen, Jadon ist mit 19 Jahren sehr jung und testet die Grenzen aus“, sagte Zorc. BVB-Trainer Lucien Favre mahnte: „Er ist noch jung, aber wir sollten das alle so nicht machen.“

+++ Rudi Völler will Hygienekonzept nachjustieren +++

Rudi Völler wünscht sich eine Nachjustierung beim Hygiene- und Sicherheitskonzept der Deutschen Fußball Liga. „Mittlerweile ist es schwer nachvollziehbar, dass Menschen in Cafés ohne Mundschutz ihren Cappuccino trinken dürfen, während unsere Co-Trainer, die Ersatzspieler und wir Offiziellen auf der Tribüne mit großem Abstand und an der frischen Luft noch eine Maske tragen müssen“, sagte der 60 Jahre alte Sportchef von Bayer 04 Leverkusen in einem Interview der „Bild“ (Donnerstag).

Das vorliegende Konzept sei vor sechs Wochen geschrieben worden, „als die Zahlen viel dramatischer waren“. Völler bekräftigte allerdings auch, dass es wichtig gewesen sei, das Konzept in der Coronavirus-Krise so rigoros umgesetzt zu haben. „Die Situation hat es zu dem Zeitpunkt so verlangt“, betonte er. Über eine Teilöffnung für Zuschauer sollte man erst nach dem Ende der Saison diskutieren.

+++ Bericht: Gomez wird den VfB Stuttgart verlassen +++ 

Ex-Nationalstürmer Mario Gomez wird den VfB Stuttgart nach Informationen der „Stuttgarter Zeitung“ und der „Stuttgarter Nachrichten“ am Saisonende verlassen. Ob der 34-Jährige dann auch seine Karriere beendet, steht laut dem Bericht vom Mittwochnachmittag noch nicht fest. Ein Sprecher des Fußball-Zweitligisten gab zu dem Artikel auf Nachfrage keinen Kommentar ab. 

Der Vertrag von Gomez bei den Schwaben läuft am 30. Juni aus. Es wird schon seit längerem über ein mögliches Karriereende des Routiniers spekuliert. Möglich scheint aber auch ein erneuter Wechsel ins Ausland. „Mario hat mehrfach gesagt, dass er sich selber äußern wird, wenn der Zeitpunkt gekommen ist. Ich denke, das sollten wir alle respektieren“, sagte VfB-Sportdirektor Sven Mislintat vor wenigen Wochen.

Nach Stationen beim FC Bayern, AC Florenz, Besiktas Istanbul und VfL Wolfsburg war Gomez im Dezember 2017 zum VfB zurückgekehrt. Neben mehreren deutschen Meisterschaften hatte der Torjäger 2013 mit den Bayern unter anderem auch die Champions League gewonnen.

+++ Nowitzki: „Ich habe Angst um die Zukunft meiner Kinder“ +++

Dirk Nowitzki hat sich mit emotionalen Worten in die Debatte um Rassismus und Gewalt nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd in den USA eingeschaltet. Der 41 Jahre alte ehemalige Star der National Basketball League NBA schrieb in der Nacht auf Donnerstag bei Twitter: „Ich bin am Boden zerstört und traurig, dass wir so etwas immer und immer wieder sehen. Ich habe Angst um die Zukunft meiner Kinder.“ 

Nowitzki, der von 1999 bis 2019 für die Dallas Mavericks spielte, hat den Lebensmittelpunkt mit seiner Ehefrau und den drei Kindern weiterhin in der texanischen Metropole. Familien hätten seit Generationen so gefühlt, schrieb Nowitzki weiter: „Wir müssen jetzt etwas ändern.

Der gebürtige Würzburger sicherte seine Stimme und seine Unterstützung zu. „Können wir freundlich und respektvoll sein, können wir zuhören und voneinander lernen? Können wir unsere Kinder erziehen?“, fragte Nowitzki. 

Mit dem Herzen sei er bei der Familie Floyd und allen anderen Familien, die Rassismus und soziale Ungerechtigkeit erleben würden, schrieb Nowitzki. Er schloss sich mit seiner Stellungnahme Sportlern weltweit an, nachdem George Floyd nach einem Polizeieinsatz in Minneapolis ums Leben gekommen war. 

Der weiße Ex-Polizist, der Floyd sein Knie in den Nacken gedrückt hatte, muss sich wegen Totschlags (bis zu zehn Jahre Gefängnis) und „Mordes dritten Grades“ (bis zu 25 Jahre Gefängnis) verantworten. Er sitzt in Untersuchungshaft.

Lesen hier das komplette Statement des Basketballstars auf Twitter:

+++ Bericht: Özil verliert Sponsor Adidas +++

Der Sportartikelhersteller Adidas lässt laut einem Zeitungsbericht seinen Ausrüster-Vertrag mit dem früheren Fußball-Nationalspieler Mesut Özil (31) auslaufen. Dieser werde nach dem Saisonende nicht verlängert, berichtete die „Bild“. Adidas-Sprecher Oliver Brüggen teilte auf Nachfrage mit, der Konzern kommentiere Vertragsgespräche grundsätzlich nicht öffentlich. Die Partnerschaft zwischen dem Unternehmen aus Herzogenaurach und dem heutigen Arsenal-Spieler war 2013 gestartet. 

Adidas hatte auch nach Özils Rücktritt aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft an dem Spieler festgehalten. „Als Markenbotschafter bleibt er selbstverständlich ein Mitglied der Adidas-Familie“, hieß es 2018. Der Weltmeister von 2014 steht beim FC Arsenal noch bis Ende Juni 2021 unter Vertrag. Der Londoner Club wird derzeit ebenfalls von Adidas ausgestattet.

+++ Notkalender für erste Saisonhase der Formel 1 veröffentlicht +++

Die Formel-1-Saison wird zunächst ohne ein Rennen in Deutschland beginnen. Die Motorsport-Königsklasse veröffentlichte jetzt den Corona-Notkalender für die ersten acht Rennen in Europa mit dem Start am 5. Juli im österreichischen Spielberg. Ein Gastspiel in Hockenheim wird es demnach zunächst nicht geben. Weitere Grand-Prix-Termine sollen in den kommenden Wochen vorgestellt werden.

Diese Termine stehen jetzt fest:

  • 5. Juli: Spielberg (Österreich)
  • 12. Juli: Spielberg (Österreich)
  • 19. Juli: Budapest (Ungarn)
  • 2. August: Silverstone (Großbritannien)
  • 9. August: Silverstone (Großbritannien)
  • 16. August: Barcelona (Spanien)
  • 30. August: Spa-Francorchamps (Belgien)
  • 6. September: Monza (Italien)

+++ Lewis Hamilton kritisiert Formel 1 – „Von Weißen dominierter Sport“ +++

Der sechsmalige Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton hat in der Diskussion um Rassismus und Polizeigewalt in den USA deutlich Position bezogen und auch die Motorsport-Königklasse kritisiert. Der 35 Jahre alte Brite, der es als erster dunkelhäutiger Pilot in die Formel 1 geschafft hat und auf dem besten Weg ist, der erfolgreichste Fahrer der Geschichte zu werden, schrieb in einer Instagram-Story: „Ich sehe diejenigen von Euch, die still bleiben, einige von Euch sind die größten Stars und bleiben noch still mitten in dieser Ungerechtigkeit. Nicht ein Zeichen von irgendjemandem in meiner Branche, die natürlich ein von weißen dominierter Sport ist. Ich bin einer von wenigen Menschen mit Farbe dort und stehe noch allein.“

Hamilton ist bekannt dafür, dass er auch seine politische Meinung mittlerweile klar äußert. Er ist der Sohn eines Einwanderers aus Trinidad/Tobago und wuchs in eher bescheidenen Verhältnissen im englischen Stevenage auf, sein Vater Anthony hatte teilweise mehrere Arbeitsstellen, um das kostspielige Hobby seines Sohnes im Kindes- und Jugendalter zu finanzieren.

+++ Blatter bestätigt: Abtritt 2015 auf Druck der US-Justiz +++

Der frühere Fifa-Präsident Joseph S. Blatter hat erstmals deutlich eingestanden, vor fünf Jahren auf massiven Druck der USA hin abgetreten zu sein. „Sie sagten: Der Kopf muss weg! Dann habe ich mein Mandat zur Verfügung gestellt – und plötzlich war die Fifa für die US-Justiz nicht mehr eine mafiöse Organisation, sondern ein Opfer“, sagte der 84-Jährige der Schweizer Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Der gerade wiedergewählte Blatter hatte am 2. Juni 2015 nach Chaostagen beim Fußball-Weltverband mit aus den USA vorangetriebenen Verhaftungen von hochrangigen Fifa-Funktionären in Zürich sein Mandat für Neuwahlen zur Verfügung gestellt – im folgenden Oktober wurde er von der Fifa-Ethikkommission gesperrt.

+++ Formel-1-Saison kann mit zwei Rennen in Österreich starten +++

Die Formel-1-Saison 2020 kann mit den Rennen am 5. und 12. Juli in Österreich verspätet beginnen. Das österreichische Gesundheitsministerium bestätigte am Samstag nach Angaben der Nachrichtenagentur APA, dass das Gesundheitskonzept der Veranstalter die aktuellen Erfordernisse in der Corona-Pandemie erfülle.

+++ Formel-1-Team Williams erwägt Verkauf +++

Der Formel-1-Traditionsrennstall Williams steht zum Verkauf. Wie die Williams Grand Prix Holding am Freitag bekannt gab, denkt die Unternehmensführung aufgrund anhaltender finanzieller Probleme in der Coronavirus-Krise ernsthaft über diesen Schritt nach. Ein weiterer Grund für diese Maßnahme sind heftige finanzielle Verluste im Geschäftsjahr 2019. Zudem wurde der Vertrag mit Hauptsponsor ROKiT überraschend gekündigt. Dieser wäre nach einer Verlängerung im Vorjahr eigentlich noch bis 2023 gültig gewesen.

+++ Fehlende Solidarität: Union Berlin verzichtet auf Derby-Held Polter +++

 Der 1. FC Union Berlin wird in den ausstehenden sechs Saisonspielen auf einen Einsatz von Stürmer Sebastian Polter verzichten. Wie der Fußball-Bundesligist am Donnerstag mitteilte, werde der 29-Jährige wegen „unsolidarischen Verhaltens“ nicht mehr berücksichtigt. Am Training kann Polter weiterhin teilnehmen. Sein Vertrag bei den Eisernen läuft zum Saisonende ohnehin aus. 

„Es gehört zu den elementaren Werten des 1. FC Union Berlin, dass wir Unioner eine solidarische Gemeinschaft bilden, in der wir füreinander und für unseren Verein einstehen. Sebastian tut das als einziger Spieler der gesamten Lizenzspielerabteilung mit Mannschaft, Trainer- und Betreuerteam leider nicht. Das ist für uns nicht nachvollziehbar und sehr enttäuschend“, wurde Union-Präsident Dirk Zingler in einer Pressemitteilung zitiert.

Ein konkreter Grund für die Disziplinarmaßnahme wurde vom Verein nicht genannt. Nach dpa-Informationen soll Polter nicht bereit gewesen sein, eine gemeinsame Aktion der Vereins-Angestellten zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise zu akzeptieren. Polter selbst äußerte sich zu dem Vorgang bislang nicht. Im November war der Stürmer als Siegtorschütze noch umjubelter Held im Stadtderby gegen Hertha BSC (1:0) gewesen.

Polter spielte bereits in der Saison 2014/15 für Union. Nach zwei Jahren in England bei Queens Park Rangers kehrte er 2017 nach Berlin zurück. In der laufenden Saison kam er auf 13 Einsätze und erzielte neben dem Derby-Treffer noch ein Tor beim 1:2 beim FC Bayern München.

+++ Formel-1-Notkalender sieht vorerst kein Rennen in Deutschland vor +++

Der Formel-1-Auftakt könnte zum Stres- und Hitzetest werden – aber ohne Deutschland. In einem ersten Notkalender taucht der Hockenheimring als Austragungsort zunächst nicht auf, berichtete das Magazin „auto, motor und sport“ am Donnerstag auf seiner Homepage. Die Verantwortlichen des Kurses in Nordbaden hatten ihre Bereitschaft erklärt, in dieser Saison einzuspringen, nachdem durch die Coronavirus-Pandemie die ersten zehn Rennen hatten verschoben oder abgesagt werden müssen. Über Österreich, Ungarn, Großbritannien, Spanien, Belgien und Italien würde es dem Bericht zufolge auf den Übersee-Trip gehen. 

Aufgeben müssen die deutschen Fans und auch Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel die Hoffnungen auf einen Heim-Grand-Prix aber auch noch nicht. In den ungewissen Zeiten durch die Ausbreitung von Sars-CoV-2 stehen die Formel-1-Verantwortlichen bei ihrer Saisonplanung weiter vor vielen Unwägbarkeiten. Auch unter den Übersee-Rennen gebe es noch einige Wackelkandidaten, schrieb das Magazin. „Hier bestehen gute Chancen für Hockenheim, doch noch einen Platz im Kalender zu ergattern.“

+++ FC Bayern spendet weitere 350.000 Euro an Amateurclubs +++

 Der FC Bayern unterstützt in der Corona-Krise weitere Amateurclubs im Freistaat. Immer mehr Anhänger verzichten nach Club-Angaben vom Donnerstag auf eine Rückerstattung der bereits gezahlten Tickets für die nun ohne Zuschauer stattfindenden Spiele und stellen das Geld dem FC Bayern Hilfe e.V. zur Verfügung. Dieser bedachte jetzt die Vereine der Bayernliga Süd und Nord, jeder der 35 Clubs erhält 10 000 Euro.

Bereits in der vergangenen Woche hatte der FC Bayern Hilfe e.V. aus  Ticket-Rückerstattungen seiner Fans alle 18 Regionalligisten des Freistaats und den Bayerischen Landes-Sportverband mit insgesamt 460 000 Euro unterstützt.

+++ Corona-Premiere in Schottland: Frauen-Bundesliga live im Free-TV +++

Die deutsche Frauenfußball-Bundesliga ist in Schottland live im TV zu sehen und sorgt damit für eine Premiere. Die Partie zwischen dem FC Bayern München und der TSG Hoffenheim wird am Samstag als erstes Live-Sport-Event seit Beginn der Coronakrise im frei empfangbaren Fernsehen in Großbritannien gezeigt. Insgesamt sollen fünf Partien gezeigt werden, wie die Produktionsfirma des schottisch-gälischen BBC-Senders Alba am Mittwoch mitteilte.

Die Liga nimmt am Freitag mit der Partie von Tabellenführer VfL Wolfsburg gegen den 1. FC Köln als europaweit erste Frauen-Profiliga ihren Betrieb nach der Corona-Pause wieder auf. „Wir freuen uns, unseren Zuschauern eine der stärksten Frauen-Ligen in Europa zeigen zu können“, wird Iseabail Mactaggart, die den Sport-Bereich des Senders verantwortet, in der Mitteilung zitiert.

+++ Wegen Corona: Keine Meisterfeier auf Münchens Marienplatz +++

 Eine Meisterfeier des FC Bayern München auf dem Rathausbalkon in der bayerischen Landeshauptstadt müsste im Falle eines Titelgewinns in diesem Jahr ausfallen. „Die liebgewonnene Tradition der alljährlichen Meisterfeier des FC Bayern auf dem Marienplatz ist heuer leider unvorstellbar – nicht wegen mangelnder sportlicher Erfolge des Rekordmeisters, sondern natürlich wegen der coronabedingten Einschränkungen“, sagte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) der „Bild“ (Donnerstag). 

Nach dem 1:0 am Dienstag beim schärfsten Verfolger Borussia Dortmund gilt der achte Titel der Bayern nacheinander in der Fußball-Bundesliga als nahezu sicher. Vor dem 29. Spieltag haben die Münchner sieben Punkte Vorsprung auf den BVB. Mit dem Hinweis darauf, dass der Titelgewinn noch nicht feststehe, gab es vom Verein laut „Bild“ keine Aussage darüber, wie bei einem erneuten Triumph gefeiert werden könnte.

+++ Amazon zeigt weitere Bundesliga-Partien diese Saison +++

Amazon hat sich erneut TV-Rechte für die Fußball-Bundesliga gesichert. Die deutsche Tochter des US-Handelriesen erwarb von der Deutschen Fußball Liga (DFL) für den Rest der Saison sieben Punktspiele der 1. Liga sowie die vier Relegationspartien. Das bestätigte Amazon am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Diese elf Partien zeigt Amazon für seine Prime-Kunden, der Streamingdienst DAZN für seine Abonnenten.

Konkret werden von dem Anbieter alle Freitags- und Montagsspiele der Bundesliga sowie die für 13.30 Uhr angesetzten Sonntag-Partien übertragen. In den Englischen Wochen sind die 18.30-Uhr-Partien am Mittwoch bei Amazon Prime zu sehen. Das gilt auch schon für die Partie RB Leipzig – Hertha BSC am Mittwoch. Darüber hinaus wird der Dienst auch die Relegationsspiele zwischen dem Bundesliga-16. und dem Zweitliga-Dritten sowie zwischen dem Zweitliga-16. und dem Dritten der 3. Liga übertragen.

+++ Saisonende: Schalkes Suat Serdar zieht sich schwere Knieverletzung zu +++ 

Der FC Schalke 04 muss für den Rest der Saison ohne Nationalspieler Suat Serdar auskommen. Der 23-Jährige zog sich beim 0:3 gegen Augsburg am Sonntag eine Verletzung am linken Knie zu. „Er hat einen knöchernen Außenbandanriss in Höhe des Wadenbeinköpfchens. Drei bis vier Monate Ausfallzeit“, sagte Schalkes Trainer David Wagner am Dienstag in einer virtuellen Pressekonferenz.

Nach neun Spielen ohne Sieg stehen die Königsblauen beim Abstiegskandidaten Fortuna Düsseldorf am Mittwoch (20.30 Uhr/Sky) unter Druck und wollen die Wende schaffen. Wagner muss wegen der neuerlichen Verletzungsmisere seine Startformation aber erneut ändern. Neben Serdar fallen Benjamin Stambouli, Omar Mascarell und Amine Harit weiterhin aus. Jean-Clair Todibo und Ozan Kabak sind dagegen wieder Alternativen.

„Es geht darum, dass wir in Düsseldorf wieder Lösungsmöglichkeiten finden und die vielen individuellen Fehler abstellen. Sonst wird es in Zukunft schwierig, zu punkten oder Spiele zu gewinnen“, sagte der 48 Jahre alte Coach.

+++ Hertha-Manager Preetz: Zu früh für Spekulationen um Götze-Transfer +++ 

Hertha-Manager Michael Preetz hat sich zurückhaltend über einen möglichen Wechsel von Mario Götze nach Berlin geäußert, einen Transfer des in Dortmund aussortierten Ex-Nationalspielers aber auch nicht ausgeschlossen. „Ich werte das als die Eröffnung des Transfersommers, möchte dem aber auch gleich entgegnen, dass das nicht nur für Hertha BSC, sondern für die allermeisten Clubs, wenn nicht für alle, viel zu früh kommt, jetzt zu spekulieren über das, was man im kommenden Sommer machen kann“, sagte Preetz bei einer virtuellen Pressekonferenz des Fußball-Bundesligisten am Montag.

Am Samstag hatte BVB-Sportdirektor Michael Zorc bestätigt, dass Götze künftig nicht mehr für Dortmund spielen wird. Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus hatte dem 27-Jährigen daraufhin am Sonntag einen Wechsel zu Hertha BSC empfohlen. Bereits im Winter soll der damalige Hertha-Trainer Jürgen Klinsmann über eine Verpflichtung Götzes nachgedacht haben.

+++ Borussia Dortmund und Mario Götze trennen sich  +++

Mario Götze wird den Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund nach dieser Saison definitiv verlassen. Das bestätigte BVB-Sportdirektor Michael Zorc am Samstag vor der Partie beim VfL Wolfsburg im TV-Sender Sky.“Wir werden die Zusammenarbeit mit Mario Götze im Sommer beenden. Es ist eine gemeinsame Entscheidung nach einem sauberen Gespräch. Mario ist ein richtig guter Junge.“

„Wir sind übereingekommen, dass wir die Zusammenarbeit nach der Saison nicht fortsetzen werden“, sagte Zorc. Der Siegtorschütze im WM-Finale 2014 gegen Argentinien spielte in den Planungen von Trainer Lucien Favre zuletzt keine Rolle mehr. Die Entscheidung sei „auch in seinem Sinne“, sagte Zorc über Götze. Wohin der 27 Jahre alte Mittelfeldspieler wechselt, ist noch unklar.

+++ Bundesliga: Hertha fertigt Union im Berlin-Derby ab +++

Hertha BSC hat das Hauptstadtderby gegen den 1. FC Union Berlin klar gewonnen und sich damit auch für die 0:1-Niederlage im Hinspiel revanchiert. Sechs Tage nach dem 3:0 bei 1899 Hoffenheim entschied die Mannschaft des neuen Trainers Bruno Labbadia das Geisterspiel im Olympiastadion gegen den Aufsteiger mit 4:0 (0:0) für sich. Vedad Ibisevic (51. Minute), Dodi Lukebakio (52.), Matheus Cunha (61.) und Dedryck Boyata (77.) erzielten zum Auftakt des 27. Spieltags der Fußball-Bundesliga alle Treffer für die Herthaner in der zweiten Halbzeit. Mit 34 Punkten verbesserten sich die Herthaner vorerst auf Platz zehn verbesserten. Die „Eisernen“ sind mit für den Aufsteiger starken 30 Zählern aktuell Tabellen-Zwölfter.

+++ 2.Bundesliga: Heidenheim oben dran, „Club“ tief im Keller +++

Der 1. FC Heidenheim hat seine Chancen auf den Aufstieg in der 2. Fußball-Bundesliga gewahrt. Das Team von Trainer Frank Schmidt gewann vor fast leeren Rängen mit dem 1:0 (0:0) gegen den SV Wehen Wiesbaden und schob sich damit bis auf einen Zähler an Rang drei heran. Die Hessen verpassten nicht nur den dritten Sieg in Serie, sondern auch den seit Monaten erhofften Sprung aus der Abstiegszone. Für das entscheidende Tor sorgte der eingewechselte Tobias Mohr (70. Minute) mit einem direkten Freistoß. Das mögliche Ausgleichstor von Törles Knöll (80.) zählte nach einer Entscheidung des Video-Referees wegen einer Abseitsposition nicht. 

Spieler des 1.FC Heidenheim bejubeln ein Tor ihrer Mannschaft
Torjubel in Corona-Zeiten: Mit seinem Siegtor gegen Wiesbaden hat Tobias Mohr (re.) den 1.FC Heidenheim im Aufstiegsrennen gehalten. Marc Schnatterer gratuliert.
© Roland Wittek

Bundesliga-Absteiger 1. FC Nürnberg hat dagegen einen befreienden Heimsieg im Abstiegskampf verpasst. Die Franken kamen bei ihrer Geisterspiel-Premiere im Max-Morlock-Stadion gegen Erzgebirge Aue nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus. Beide Tore erzielten die Gäste: Dimitrij Nazarov traf mit dem Kopf (51. Minute). Doch Abwehrspieler Sören Gonther (63.) fälschte bei einem Klärungsversuch ins eigene Tor ab. Der „Club“ muss mit 30 Punkten weiter bangen.

+++ Hüft-OP: Uwe Seeler nach Sturz im Krankenhaus +++

Sorgen um Uwe Seeler: Das Fußball-Idol des Hamburger SV ist nach einem Sturz in seinem Haus in Norderstedt in ein Krankenhaus gebracht worden. Die 83 Jahre alte HSV-Legende brach sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bei dem Unfall die Hüfte und sollte noch am Freitag operiert werden. In den vergangenen Jahren musste der DFB-Ehrenspielführer wiederholt gesundheitliche Rückschläge einstecken. Seit einem Autounfall im Jahr 2010 ist der einstige Torjäger auf dem rechten Ohr taub und klagt über Gleichgewichtsprobleme. Zudem erhielt er einen Herzschrittmacher und musste sich einen Tumor in der Schulter entfernen lassen. 

Nach Sturz im Krankenhaus: HSV-Legende Uwe Seeler
Nach Sturz im Krankenhaus: HSV-Legende Uwe Seeler
© Axel Heimken

+++ Erzgebirge Aue: Mannschaftsbus auf Weg nach Nürnberg in Unfall verwickelt +++

Der Mannschaftsbus von Fußball-Zweitligist FC Erzgebirge Aue ist auf der Fahrt zum Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg in einen Unfall verwickelt worden. Das bestätigte Vereinspräsident Helge Leonhardt der Deutschen Presse-Agentur. Zuerst hatte die „Freie Presse“ am Donnerstag darüber berichtet.

Demnach sei der Bus an der Auffahrt zur Autobahn 72 bei Hartenstein von Fahrzeugteilen eines verunglückten PKW getroffen und im vorderen Bereich beschädigt worden. Die beiden Insassen des PKW wurden leicht verletzt, berichtet die „Freie Presse“ unter Berufung auf die Polizeidirektion Zwickau. „Im Bus wurde zum Glück niemand verletzt. Die Spieler und Betreuer haben die Fahrt nach Nürnberg in mehreren Kleinbussen und Privatfahrzeugen fortgesetzt“, sagte Leonhardt. Auch die „Bild“ hatte über den Unfall berichtet.

Die Auer treten am Freitag beim 1. FC Nürnberg an und können mit einem Sieg die Marke von 40 Punkten knacken.

+++ DFB spricht Machtwort: 3. Liga geht am 30. Mai weiter +++

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat im Streit um die Fortsetzung der 3. Liga ein gnadenloses Machtwort gesprochen. Der Verband legte den 30. Mai als Termin für den Neustart fest und informierte die Clubs per E-Mail am späten Mittwochabend. Am Donnerstag wurde per Präsidiumsbeschluss alles fixiert. Die elf Spieltage werden in englischen Wochen durchgezogen, die Saison soll am 4. Juli beendet werden. Die Relegation soll bis zum 11. Juli abgeschlossen sein.

+++ Sky zeigt erneut Bundesliga-Konferenz im Free-TV +++

Die Konferenzschaltungen der 1. und 2. Fußball-Bundesliga werden am kommenden Wochenende erneut, aber zum letzten Mal im frei empfangbaren Fernsehen zu sehen sein. An den verbleibenden Spieltagen der Saison wird der Pay-TV-Sender Sky die Höhepunkte-Sendungen wieder exklusiv für seine Kunden hinter der Bezahlschranke zeigen und nicht auf seinem Free-TV-Kanal Sky Sport News HD. Das bestätigte Sky der Deutschen Presse-Agentur.

Der Sender hatte sich nach eigener Aussage zu einer speziellen Aktion für die ersten zwei Spieltage nach dem Re-Start entschlossen, damit in der für alle herausfordernden Situation der Corona-Pandemie möglichst viele Fans in den Genuss der Bundesliga kommen können. Darüber hinaus gebe es keine weiteren diesbezüglichen Planungen, hieß es auf Anfrage. 

+++ DAZN zeigt neun mal Bundesliga und die Relegation +++

Die Fußball-Fans müssen keinen TV-Blackout in der Bundesliga-Restsaison befürchten. Die Deutsche Fußball Liga einigte sich mit dem kostenpflichtigen Streamingdienst DAZN auf die Übertragung von neun Partien und den vier Relegationsspielen zur Bundesliga und zur 2. Bundesliga. Das teilten die DFL und DAZN am Donnerstag mit. So ist an diesem Freitag (20.30 Uhr) das Berliner Derby zwischen Union und Hertha BSC bei DAZN zu sehen, am Sonntag (13.30 Uhr) folgt die Partie zwischen Schalke 04 und dem FC Augsburg. Ob DAZN exklusiv die Begegnungen zeigt, ist noch offen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur verhandelt die DFL auch noch mit Amazon. Der Internetgigant hatte am vergangenen Montag über Amazon Prime bereits die Partie Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen (1:4) gezeigt.

Nationaltorwart Manuel Neuer wird weiter im Dienste des FC Bayern München stehen
Nationaltorwart Manuel Neuer wird weiter im Dienste des FC Bayern München stehen
© Hannibal Hanschke / Reuters-Pool

+++ Fußball-Nationaltorhüter Neuer verlängert beim FC Bayern bis 2023 +++

Der FC Bayern München hat nach langen Verhandlungen den Vertrag mit Fußball-Nationaltorhüter Manuel Neuer vorzeitig um zwei Jahre bis zum 30. Juni 2023 verlängert. Das teilte der deutsche Rekordmeister am Mittwoch mit.

+++ Bergamo-Talent Andrea Rinaldi stirbt mit 19 Jahren +++

Der erst 19 Jahre alte italienische Fußballprofi Andrea Rinaldi ist an den Folgen eines Aneurysmas gestorben. Der in Italien als Talent gehandelte Mittelfeldspieler war am vergangenen Freitag beim Heimtraining im eigenen Garten plötzlich zusammengebrochen. Am Montagmorgen verlor er schließlich den Kampf um sein junges Leben. Rinaldi spielte zuletzt für den Viertligisten AC Legano, an den er von seinem Stammclub, dem Champions-League-Viertelfinalisten Atalanta Bergamo ausgeliehen war. Zuvor hatte Rinaldi alle Jugendstationen des Serie-A-Clubs durchlaufen. Beide Vereine reagierten mit Bestürzung und Trauer auf die Todesnachricht. Vor allem sein aktueller Club fand bewegende Worte: „Andrea Rinaldi, unser Krieger, hat uns verlassen. (…) Er hatte sein ganzes Leben und seine gesamte Karriere vor sich, die große Erfolge versprach. Eine unvorstellbare Tragödie.“ Atalanta-Präsident Antonio Percassi ließ via Twitter sein „tiefstes und aufrichtigstes Beileid“ an alle Angehörigen Rinaldis aussprechen. Das Posting schloss mit einem einfachen „Ciao Andrea“.

+++ Jens Lehmann folgt auf Klinsmann in Hertha-Aufsichtsrat +++

Der ehemalige Fußball-Nationaltorwart Jens Lehmann übernimmt den vakanten Platz von Jürgen Klinsmann im Aufsichtsrat von Bundesligist Hertha BSC. Das bestätigte ein Sprecher von Investor Lars Windhorst am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung über die nächste überraschende Personalie bei den Berlinern berichtet. Der 50-jährige Lehmann soll sich im Aufsichtsrat um sportliche Belange kümmern. Ebenso neu in den Aufsichtsrat zieht demnach der Berater Marc Kosicke, zu dessen Klienten die Trainer Jürgen Klopp und Julian Nagelsmann gehören.Köster über Klinsmann-Interview_16.30Uhr

Klinsmann war nach seinem spektakulären Rückzug als Hertha-Trainer im Februar von den Aufgaben als Aufsichtsrat entbunden worden. Diese hatte er übernommen, bevor er im Dezember als Chefcoach bei den Berlinern eingesprungen war. Lehmann spielte als Profi unter anderem bei Schalke 04, Borussia Dortmund und dem FC Arsenal. Unter Bundestrainer Jürgen Klinsmann wurde er 2006 WM-Torwart. Nach seiner Spielerkarriere war er unter anderem Co-Trainer bei Arsenal und beim FC Augsburg. Zudem war er TV-Experte beim Sender RTL.

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